TOLKEMIT

Die Kleine Stadt am Frischen Haff

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Tolkemit Damals


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Tolkemit Damals - Schulwesen

Die Schulen:

Nachdem Tolkemit 1772 zu Preußen gekommen war, erfolgte 1785 der Bau der ersten Schule, die wie ihre Nachfolger katholische Volksschulen waren. Die Schule wurde im Verlauf der Entwicklung der Stadt mehrmals erweitert und bestand teilweise in getrennten Schulen für Jungen und Mädchen, wobei mehrere Jahrgänge in einer Klasse unterrichet wurden. Es folgte ein Neubau in der Frauenburger Straße, die Schule, die wir Tolkemiter bis zuletzt besucht haben und heute noch für diesen Zweck benutzt wird. Es war eine Mädchen- und Jungenschule mit acht Klassen, für die damalige Zeit eine moderne Schule mit vorbildlichen Einrichtungen. Neben einer Zentralheizung besaß sie auch die entsprechenden Einrichtungen zur hauswirtschaftlichen Ausbildung. Ein gutes und fähiges Lehrerkollegium sorgte für eine optimale Schulausbildung der Kinder.

Die Lehrkräfte der Schulen waren auch außerhalb der Schule stark engagiert. So fielen die Gründung des Turnvereins, die musikalische Leitung der Gesellenkapelle , Initiativen im Theaterverein, Verantwortung für das Orgelspiel und den Kirchenchor und selbst Korrespondens für Tageszeitungen in ihren Wirkunskreis. Einige der Lehrerinnen und Lehrer kamen aus Tolkemiter Familien und hatten dadurch einen besonders guten Kontakt zu den Menschen in der Stadt. Die Lehrer waren die eigentlichen Erzieher der Jugend in dieser Zeit. Ihnen oblag bei den verchiedenen Vergehen, auch außerhalb der Schule, die "Gerichtsbarkeit" und "Bestrafung".
Die bekannten Namen der Lehrer sind

bei den Damen

Tolksdorf - Albrecht - Kreutner - Tamm - Patschke - Schulz

bei den Herren:

Wiederholt - Hantel - Schröder - Wulf - Tessar - Döben
Gehrmann - Eppinger - Moschalski - Werner - Kalinowski
Kössler - Pawlitza - Muth

Nach mehreren Anläufen erfolgte erst 1836 die Einstellung eines evangelischen Lehrers in der Gemeinschaftsschule, um die wachsende Kinderzahl der Gemeinde zu betreuen. Diese Lösung bestand nicht lange. 1847 wurde eine einklassige evangelische Schule eingerichtet, die bis 1940 bestand. Die Unterbringung der Schule war an verschiedenen Stellen innerhalb der Stadt, zuletzt auf dem Amtsberg. Nach Beginn des Krieges erfolgte eine Zusammenlegung der katholischen und evangelischen Kinder in der Volksschule an der Frauenburger Straße.

Die vorhandene Schulform wurde ab 1941 durch eine sogenannte Hauptschule ergänzt, was einen deutlichen Fortschritt bedeutete. So wollte man den begabten Kindern eine bessere schulischen Ausbildung am Ort ermöglichen, denn die Mittel- und Oberschulen befanden sich in Braunsberg und Elbing und waren nur mit dem Zug zu erreichen. Der Unterricht für diese Schulart erfolgte wegen Raumnot in zwei Tolkemiter Gaststätten.

In der katholischen Volksschule wurden auch Berufsschulklassen für den Unterricht der Schiffer- und Fischerjugend in den Wintermonaten eingerichtet. Die Jungen erhielten hier einen Unterricht von Praktikern in den typischen Seemannsfächern.

Geplante Maßnahmen:
In seinem Rechenschaftsbericht Anfang 1938 brachte Bürgermeister Schlie zum Thema "Schulen" folgendes zum Ausdruck:
"Notwendig ist der Neubau einer Schule und einer Turnhalle. Es fehlt außerdem ein Gebäude für die Kreisberufsschule, die selbstverständlich in der einzigen Stadt des Kreises untergebracht werden müßte. Tolkemit werde nach dem Neubau der katholischen und evangelischen Schulen die jetzige für diese Zwecke zur Verfügung stellen".
Leider ist es kriegsbedingt zu dieser Maßnahme nicht mehr gekommen. Allerdings hat es im jetzigen Tolkemit einen Fortschritt gegeben, denn im Jahre 2004 ist neben der uns bekannten Schule in der Frauenburger Straße eine Turnhalle gebaut worden.

Die Katholische Volksschule Frauenburger Str. :

Die Schule in früherer Zeit

Straßenansicht 2003

Ansicht vom Schulhof 1976

Schüler - Lehrer:

Eine Weisheit sagt: "Kinder sind eine Investition in die Zukunft".
Die Tolkemiter hatten das frühzeitig erkannt, denn 700 schulpflichtige Kinder bei knapp 4000 Einwohnern, waren ein ein Beweis dafür. Lag es vielleicht auch an den langen Wintermonaten (und Nächten!), in denen besonders bei den Schiffern und Fischern die Arbeit weitgehend ruhte und es noch kein Fernsehen gab? Auf jeden Fall waren die vielen Kinder für Tolkemit ein Segen.
Die folgenden Bilder zeigen, daß Bildung und Erziehung in der Schule von allen sehr ernst genommen wurde und die Kinder im allgemeinen mit Freude aktiv dabei waren.
Ein achtklassige Volksschule war zur damaligen Zeit die überwiegende Regel, nicht gleichzusetzen mit der heutigen Hauptschule. Tolkemiter Schulabgänger mit einem guten Abschluß, das zeigen Beispiele, haben beachtliche berufliche Erfolge erzielen können.

Schulklasse Jahrgang 1902

Erste Mädchenklasse 1906

Jahrgang 1924 mit Lehrerin Tolksdorf

Jahrg. 1925 Lehrer Luhnke auf d. Schultreppe

Jahrg. 1917/18 mit Lehrerin Frl. Tolksdorf

Wandertag zur alten Burg mit Rektor Döben

Jahrg. 1925 mit Lehrer Gehrmann (Schultreppe)

Jahrg. 1932 im Klassenz. Lehrer Pawlitza

Klassenausflug Jahrgang 1927/28

1935 Jahrgang.1925/26 Lehrerin Patschke

Jahrgang 1924 mit Lehrerin Frl. Tamm

Ausfl. Kahlberg Jahrg.1919/20 Lehrer Wulf

Berufssch.für Fischer Ausbilder Hermann Koschke

Jahrgang 1924/25 mit Lehrer Werner

Ausfl.Jahrg. 1921 Lehrer Gehrmann und Frau

Ausflug Jahrgang 1930

Lehrerkollegium auf der Treppe der Schule

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