TOLKEMIT

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Tolkemit Damals


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Tolkemit Damals - Soziales/Gesundheit

Die sozialen und der Gesundheit dienenden Einrichtungen/Institutionen entwickelten sich in Tolkemit über viele Jahre. Sie paßten sich den steigenden Bevölkerungszahlen und den zeitgemäßen Bedürfnissen an.
Als einzige Stadt im Lankreis Elbing erfüllte Tolkemit im Gesundheitsbereich auch Aufgaben für die in den angrenzenden Ortschaften lebenden Menschen.

Soziales und Gesundheit im Überblick
Tolkemit verfügte nach dem Stand bis zum Jahre 1945 über die folgenden Einrichtungen/Institutionen:




- Hospital/Belegkrankenhaus

- Apotheke

- zwei praktische Ärzte

- ein Zahnarzt, eine Dentistin

- mehrere Hebammen

- zwei Kindergärten



Hospital/Belegkrankenhaus:
Mit Tolkemit und seiner katholischen Bevölkerung ist auch von Beginn an das
St.-Georgs-Hospital
verbunden. Zu Zeiten des Hochmeisters Winrich von Kniprode wurde das Hospital vor den Stadtmauern an der Straße nach Cadinen zur Aufnahme von Aussätzigen und Pestkranken errichtet. Im Jahre 1450 wurde es durch die Freigiebigkeit der Familie von Baisen in ein Bürgerhospital umgewandelt. Nun diente es der Aufnahme alter, armer und bedrängter Bürgerinnen. 1850 erwarb die Stadt das alte St.-Georgs-Hospital und verlegte es in ein neues Gebäude. In diesem Haus bestand das Hospital mit dem gleichen Zweck wie in vorausgegangener Zeit bis zum Januar 1945.

Anfang 1900 entstand in Tolkemit ein katholisches Krankenhaus und später in unmittelbarer Nähe der katholische Kindergarten Sonnenschein. Beide Einrichtungen wurden von den Schwestern des Katharinen-Ordens, dessen Mutterhaus in Braunsberg war, geführt und von der Pfarrei betreut.
Das Tolkemiter Krankenhaus war ein Belegkrankenhaus der Tolkemiter Ärzte. Es war neben der Behandlung von allgemeinen Krankheiten auch für Entbindungen eingerichtet. Größere chirurgische Eingriffe wurden hier nicht vorgenommen. Zum Ende des Krieges wurde das Krankenhaus als Lazarett benutzt.

Zahnärzte:

Krankenhaus 1910 - Postkarte -

Apotheke:
Im Jahre 1832 wurde in Tolkemit die erste Apotheke eingerichtet.
Später befand sich die Apotheke, wie sie die Tolkemiter bis zuletzt kannten, in der Elbinger Straße. Das Apothekengebäude existiert heute nicht mehr.

Ärzte:
In den Geschichtsbüchern wird davon berichtet, daß sich im Jahre 1855 der erste Stadtarzt in Tolkemit niederließ.
Bis zuletzt (1945) praktizierten in Tolkemit zwei Ärzte. Wie sich einige Tolkemiter noch erinnern können waren dies

Dr. Preuschoff, An der Kirche und

Dr. Kranske, Elbinger Straße

Dr. Karbusch und
Dentistin Ella Kruschewski, Hafenstraße

Hebammen:

In der im Vergleich kinderreichsten Stadt Ost- und Westpreußens gab es mehrere Hebammen, denn, wie früher üblich, wurden die Kinder fast ausschließlich zu Hause geboren. Die Hebamme, die im Jahre 1936 meine Geburt dem Standesbeamten bestätigt hat, hieß Franziska von Mach. Von 1899 - 1932 wirkte in Tolkemit die Kreishebamme Anna Wolkowsky, Herrenstraße 9. Ihr folgte die Hebamme Frieda Froese und war bis 1945 im Amt. Sie wohnte im Hause der Sparkasse.
Weitere Hinweise bitte an meine e-mail-Adresse Lingner-Vellmar@t-online.de,
Tel. 0561/822742

Kindergärten:

In der kinderreichen Stadt Tolkemit gab es zwei Kindergärten, und zwar den traditionsreichen Katholischen Kindergarten Sonnenschein und den Städtischen Kindergarten.

Katholischer Kindergarten Sonnenschein:
In der Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde Tolkemit wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Kindergarten Sonnenschein in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses eingerichtet. Wie bereits erwähnt, wurde neben dem Krankenhaus auch der Kindergarten von den Schwestern des Katharinen-Ordens, dessen Mutterhaus in Braunsberg war, betreut.
In der weit überwiegend katholischen Bevölkerung erfreute sich der Kindergarten großer Beliebtheit. Ganze Generationen Tolkemiter Kinder sind durch diese Einrichtung mit viel Liebe auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet worden. Als Leiterin wirkte viele Jahre die Katharinenschwester Vita mit viel Geschick zum Wohle der Kinder. Ihr zur Seite stand besonders Helene (Tante Lenchen) Froese, geb. Fischer aus Tolkemit, die ausgebildete Kindergärtnerin war. Nachfolgend einige Bilder:

Jahrg.1927-29 mit Probst Austen und Schw. Vita

1934 mit Schwester Vita

Krippenspiel im Kindergarten 1942

Krippenspiel 1942

Entlassung aus dem Kindergarten Jahrgang 1934

Kindergarten mit Schwester Vita 1935

Städtischer Kindergarten:
Aufgrund des zunehmenden Bedarfs wurde 1938 in der Nähe des Bahnhofes ein Städtischer Kindergarten errichtet. Hier einige Bilder:

Kinderfest im Städtischen Kindergarten

Städt. Kindergarten Leiterin und Aufsicht

Spielplatz Kindergarten mit Gerda Höpfner

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