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Tolkemiter Erde - Ausstellung in Frauenburg

Tolkemiter Keramik - Tolkemiter Erde - sind für Tolkemiter geläufige Begriffe. Dahinter verbirgt sich eine lange Tradition über Jahrhunderte mit großer Bedeutung weit über die Grenzen Tolkemits hinaus. Leider nahm diese Tradition 1945 ein jähes Ende. Versuche von Polen, die Tradition fortzusetzen, scheiterten.

Ausführliche und umfassende Informationen mit Bildern finden Sie auf der Seite

Tolkemiter Keramik

Auf dieser Seite wird auch über Aktivitäten des Kopernikus-Museums in Frauenburg berichtet. Die Verantwortung dort liegt in den Händen von Frau Weronika Wojnowska, die sich detailliert, umsichtig und erfolgreich um die frühere Geschichte bemüht und Kunstgegenstände aus alter Produktion zusammengetragen hat.

Im Zusammenhang mit ihrer Arbeit hat Frau Wojnowska zum Thema Tolkemiter Erde einen umfassenden Artikel mit Bildern aus deutscher Zeit in der angesehenen polnischen Zeitschrift für Kultur und Tradition SPOTKANIA ZABYTKAMI veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung des Textes kann auf der Seite Tolkemiter Keramik nachgelesen werden.

Der Sprecher unserer Stadtgemeinschaft , Leo Lindner, steht seit längerer Zeit mit dem Kopernikus-Museum in Frauenburg in Verbindung und hat wesentlich dazu beigetragen, besonders der Verantwortlichen Frau Weronika Wojnowska Hintergrundinformationen für Ihre Arbeit zu geben.

So war es keine Zufall, daß er anläßlich einer Dombesichtigung in Frauenburg mit der von ihm geführten Tolkemiter Reisegruppe im Juni 2003 eine besondere Ehre erfahren durfte. Er und die Reisegruppe waren von Frau Wojnowska zur Eröffnung der Sonderausstellung Tolkemiter Erde eingeladen. Die Besichtigung, bei der schöne und inzwischen sehr selten gewordende Kunsgegenstände aus Tolkemiter Erde zu sehen waren, fand bei den Tolkemitern großes Interesse.

Es war wohl auch kein Zufall, daß bei der Eröffnung der Ausstellung die der Reisegruppe angehörige Tochter von August Caspritz, erfolgreicher Leiter des Töpferunternehmens in der Hafenstraße, anwesend war. Näheres über das Wirken des Hamburger Kaufmannes August Caspritz in Tolkemit finden Sie auf der Seite Tolkemiter Keramik. Bei der Besichtigung war auch eine Enkelin von Andreas Zimmermann, bekannter Kunsttöpfermeister aus Tolkemit, zugegen. So war der Ausstellung ein würdiger Rahmen gegeben.
Die Ausstellung fand über Frauenburg hinaus großes Interesse. Anläßlich einer Studienfahrt wurde die Ausstellung Tolkemiter Erde am 11.09.2003 von Vertretern des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg besucht.

Die Braunsberger Zeitung Gazeta Braniewska berichtete in zwei Ausgaben sehr ausführlich über die Sonderausstellung wie folgt:
Ausgaben 8 u. 9

Die vorstehenden Bilder mußten aus technischen Gründen aufgrund der Übergröße des Zeitungsausschnittes bei der Erstellung dieser Seite abgeschnitten werden, deshalb hier die "Nachlieferung".

Anmerkung:
Die abgebildeten Zeitungsausschnitte wurden von Originalen übernommen. Bei der Übertragung in das Internet konnte bei allen Bemühungen nur eine mindere Qualität erreicht werden. Im Druckformat ist die Lesbarkeit ein wenig besser.

Erläuterungen zu den polnischen Texten:
Im Eingangstext wird auf die in Vergessenheit geratene Fabrik der Tolkemiter Keramik hingewiesen. Zur Ausstellung wird gesagt, daß diese in einem Gewölbe des mittelalterlichen Spitals Helig Geist in Frauenburg untergebracht ist und einmalige Exponate der früheren Tolkemiter Keramik - Tolkemiter Erde zeigt.

Die weiteren Ausführungen sind in Überschriften wie folgt dargestellt:
1) Die Töpferstadt
Historische Entwicklung des Töpferhandwerks in Tolkemit.

2) Initiativen im Jahre 1935
Initiativen des damaligen Bürgermeisters Schlie, Bau der Töpferei in der Hafenstraße, Einsatz des Hamburger Kaufmannes August Caspritz als Verantwortlicher für die Fabrikation, der einen gewaltigen Aufschwung für die Tolkemiter Kunstkeramik schaffte und diese unter dem Begriff Tolkemiter Erde auf der Leipziger Messe zur Weltgeltung brachte.

3) Die Kollektion wird durch neue Muster erweitert
und das Ende im Januar 1945 durch den Einmarsch der Sowjet-Armee.

4) Der Verfall
Im Jahre 1946 wurde von den Polen der Versuch unternommen, die Produktion wieder aufzunehmen; der Versuch scheiterte.

5) Land der Kindheit
Hier wird auf die alte Tradition der Tolkemiter Erde hingewiesen und von der Eröffnung der Ausstellung berichtet. Im Zusammenhang mit dem Begriff "Land der Kindheit" wird erwähnt, daß 40 Tolkemiter bei der Eröffnung anwesend waren. Besondere Erwähnung fanden Leo Lindner, dieTochter von August Caspritz und die
Enkelin von Andreas Zimmermann.






An dieser Stelle nochmals der Hinweis, daß auf der Seite "Tolkemiter Keramik" farbige Bilder von erhalten gebliebenen und in Frauenburg ausgestellten Unikaten der Kunst-Keramik Tolkemiter Erde zu sehen sind.

Abschließend möchte ich Leo Lindner für seinen unermüdlichen Einsatz, jetzt auch auf dem Gebiet der Tolkemiter Keramik, sehr herzlich danken. Wieder einmal ist es ihm gelungen, Zeugnis von der Vielfalt unserer Heimatstadt Tolkemit zu geben.

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