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Tolkemiter Nachrichten

2. Schlabbertreffen in Nettetal-Kaldenkirchen

Das 2. Schlabbertreffen - insgesamt das 34. - fand am 11. August 2007 unter dem Motto
5 Jahre Tolkemiter Straße
in Kaldenkirchen statt.

Traditionsgemäß wurde das Treffen um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St.Clemens, zelebriert von Pfr. Benedikt Schnitzler, eröffnet. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Gedenken an Lebende und Verstorbene aus der alten Heimat. Gesungen wurde von einem Liedblatt, das für diesen Gottesdienst besonders schön gestaltet war. Es fehlten natürlich nicht die typisch ermländischen Lieder
"Mein Ermland will ich ehren" und "Näher mein Gott zu mir".

Neben den vielen Tolkemitern nahmen auch Einheimische an dem Gottesdienst teil.

Wie dies die nachfolgenden Bilder zeigen, begann das "Schlabbern" bereits vor und nach dem Gottesdienst:

Im Anschluß an den Gottesdienst ging es in die Gaststätte Zur Mühle, wo sich die über hundert Tolkemiter und Freunde Tolkemits an einem umfangreichen Frühstücksbuffet stärken konnten.

Danach wurde das Schlabbertreffen von Helmut Lingner offiziell eröffnet. Er überbrachte auch herzliche Grüße von Leo Lindner, der leider wegen privater Verpflichtungen nicht am Treffen teilnehmen konnte.

Für die umfangreichen Vorbereitungen und die Organisation des Treffens wurden mit einem Blumenstrauß geehrt Helma Schmitz (links) und Maria Engels (rechts). Ebenfalls geehrt wurde Josef Semnet, der den Gedenkstein in der Tolkemiter Straße pflegt und andere Hilfen leistet.
.

Bei herrlichem Sonnenschein ging es dann zur Tolkemiter Straße, die vor 5 Jahren mit einem Gedenkstein eingeweiht wurde:

Nach dem Spaziergang zur Tolkemiter Straße ging es zurück Zur Mühle zum Kaffeetrinken mit leckerem Kuchen, von Tolkemiter Frauen gebacken. Danach ließ es sich wieder gut schlabbern, ein reger Gedankenaustausch mit Erinnerungen an die Zeit in der alten Heimat. Noch gibt es Tolkemiter, die damals Jugendliche oder Erwachsene waren und alle Fragen beantworten können. Wie lange noch?

Schlabbern

In dem sich anschließendem Teil wurde viel gesungen und gelacht, besonders über den Auftritt "Der lustige Straßenmusikant", bei dem Tolkemiter nach einer kurzen Einübung mit verschiedenen Instrumenten, wie Waschbritt, Pauke u.a. profihaft auftraten:

Die Begeisterung hat ihren Höhepunkt erreicht:

Tombola:

Die Tombola - von Tolkemitern mitgebrachte Preise - ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Schlabbertreffen. Aus dem Erlös werden die anfallenden allgemeinen Kosten gedeckt. Die Nachfrage nach Losen war sehr groß. Mit Spannung wurden die Gewinnlose gezogen. Einige Teilnehmer wurden mehrfach "beglückt", andere gingen auch leer aus.

Mit dem folgendem gemeinsam gesungenen Lied klang das Schlabbertreffen, das allen viel Freude mit schönen Erinnerungen bereitete, aus:
(gesungen nach der Melodie Hohe Tannen . . ..)

Wieder neigt sich der Tag seinem Ende
und es war miteinander so schön,
reichen wir uns gemeinsam die Hände
und sagen Auf Wiedersehn

Redaktion:

Helmut Lingner

Hier folgt der Bericht, der nach dem Schlabbertreffen in den Grenzland-Nachrichten veröffentlicht wurde:

Kaldenkirchen. Mehr als 100 Tolkemiter und Angehörige aus ganz Deutschland kamen nach Kaldenkirchen, wo das fünfjährige Bestehen der Tolkemiter Straße stattfand. Schwester Rolanda, die im Orden der Katharinen in Xanten im Krankenhaus tätig ist und in Tolkemit geboren wurde, kam mit einer weiteren Ordensschwester. Viele bekannte Gesichter waren dort, aber auch neue die zum ersten Mal bei diesem Treffen waren.
Seit Jahrzehnten wird dieses Zusammenkommen durchgeführt. 1946 kamen die Tolkemiter an den Niederrhein. "Da gibt es Tolkemiter, die in Oedt wohnen, die zum ersten Mal dabei sind", so Helma Schmitz (Carolus) und Leo Knoblauch (Kempen), der sich sehr darauf freute, dass ihm noch ein Heimatbuch des Kreises Viersen von 2004 überreicht werden konnte. In diesem Buch findet sich nämlich ein Aufsatz über die Tolkemiter am Niederrhein.
Für Helma Schmitz aus Lobberich und Maria Engels (Bendrin) aus Kaldenkirchen, gab es wie auch für Josef Semnet (Kaldenkirchen) als kleines Dankeschön einen Blumenstrauß. Sie alle kümmern sich um das Treffen bzw. Gedenkstein an der Tolkemiter Straße.
Nach dem Gottesdienst, in dem Pastor Benedikt Schnitzler auf den Begriff "Heimat" einging, traf sich die Gruppe sowohl an der Tolkemiter Straße als auch im Saal "Zur Mühle", wo Helmut Lingner aus Vellmar (Kassel) unter anderem auf die beiden Reisen im Juni dieses Jahres einging, an der viele aus dem Raum Grefrath/Nettetal teilnahmen.
In der dortigen Kirche, wo die meisten getauft wurden, die Erste Heilige Kommunion empfingen, Messdiener waren und der Katholischen Jugend angehörten, habe man "die Heimat" empfunden. Einmal mehr habe man mit Erinnerungen und Wehmut von Tolkemit Abschied genommen.
Heinz-Willi Schmitz, der dem Bürgerverein Kaldenkirchen angehört, begrüßte vorab die Gäste. Er stellte die Stadt kurz vor und erläuterte noch einmal, wie es zur Tolkemiter Straße gekommen war. Mit großer Freude begrüßte er die Zukunftsplanungen, dass weiterhin die Tolkemiter Treffen in Kaldenkirchen stattfinden werden.

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