TOLKEMIT

Die Kleine Stadt am Frischen Haff

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Tolkemiter Nachrichten

Tolkemit Damals Teil 2

Tolkemit Damals - im Zeitraffer
Teil 1

Vorwort:
Auf dieser Seite soll der Leser die Möglichkeit haben, sich über "Tolkemit Damals" im Zeitraffer einen schnellen Überblick zu verschaffen.

Ausführlich und detalliert erhalten Sie auf den bisher fertiggestellten Seiten zu allen Themen und Bereichen mit vielen Bildern Informationen auf der Seite

Tolkemit Damals

Tolkemit Damals - im Zeitraffer

Stadt Tolkemit am Frischen Haff:

1296
Gründung und Übertragung der Stadtrechte durch den Deutschen Orden an der Stelle einer Pruzzen-Siedlung

1344
Erste Kirche aus Holz

1376 Erbauung der Kirche aus Stein durch den ermländischen Bischof

Die Reformation setzt sich nicht durch - Tolkemit bleibt bis zum heutigen Tag beim Bistum Ermland




Näheres zur Historie auf der Seite - Chronik -

Kirche:
Für die Bevölkerung, die etwa zu 95 % katholisch war, spielte in Tolkemit die Kirche zu allen Zeiten eine bedeutende Rolle. Das kirchliche Leben war Mittel- und Bezugspunkt für alle Aktivitäten, die im Verlaufe des Kirchenjahres stattfanden und vereinte damit im Rahmen der vielen festlichen Veranstaltungen die Bevölkerung über alle Stände hinweg. Eine besondere Rolle hierbei spielten die Vereine und Gilden, die auch an den Prozessionen und Flurgängen beteiligt waren.

Die Leitung der Kirche in Tolkemit wurde von einem Probst wahrgenommen. Ihm zur Seite gestellt war ein Kaplan.

Ein besonderes Ereignis im Verlaufe des Kirchenjahres war der Besuch des Bischofs des Ermlandes in Frauenburg. Er kam über die Chaussee von Frauenburg über Neukirch-Höhe mit dem Auto. An der Kirchspielgrenze wurde er von einer Reitereskorte empfangen und stieg dann in eine Kutsche, die von vier Grauschimmeln gezogen wurde. An der Stadtgrenze wurde er vom Kirchenvorstand und vom Bürgermeister begrüßt.

Kirchenvorstand

Besuch von Bischof Kaller

Reitereskorte empfängt Bischof

Prozession

Kranzträgerinnen

Ausführliche Darstellungen mit Bildern finden Sie unter

Tolkemit Damals - Kirchliches Leben

Lage - Entstehungsgeschichte - Kommunalpolitische Ordnung

Durch die Lage an der Küste haben sich bereits im Jahre 1300 aus dem damaligen Deutschen Reich Ritter - Priester - Kaufleute - Handwerker - Bauern aus Westfalen, dem Rheinland, Hessen, Lübeck und aus den Niederlanden angesiedelt. Dazu kamen Wikinger, Germanen, Goten und Pruzzen, aus denen Preußen wurden.
Aus dieser Mischung entstand der Tolkemiter, dem Fleiß und Durchsetzungsvermögen nachgesagt wird.

1296 erhielt Tolkemit vom Deutschen Orden die Stadtrechte. Von 1466 bis 1772 Stand Tolkemit unter polnischer Krone, wodurch jedoch das Deutschtum nicht beieinträchtigt wurde. Nationalstaaten im heutigen Sinne gab es damals nicht.

1772 kam Tolkemit zum Königreich Preußen.
Nach Preußischem Recht wurde eine Neuordnung durchgeführt.
Kernpunkt war die Magistratsverfassung mit Stadtverordnetenversammlung, wie sie z.B. heute noch in Hessen besteht.
Neben der Stadtverordnetenversammlung mit Stadtverordnetenvorsteher gab es als weiteres Organ den Magistrat mit Bürgermeister und Beigeordneten.
Die Verwaltung gliederte sich in Magistrasbürovorsteher - Standesamt - Wohnungsamt - Kämmereikasse mit Kreissparkasse - Polizeiverwaltung.
Diese Verfassung bestand bis zum Ende Tolkemits im Jahre 1945.
Anmerkung der Redaktion:
Tolkemit hatte bereits vor mehr als 150 Jahre eine moderne Stadtverwaltung in demokratischer Form, wie sie noch heute in Deutschland besteht!

Als einzige Stadt gehörte Tolkemit dem Landkreis Elbing an. Elbing selbst bildete einen eigenen Stadtkreis (auch heute noch in Deutschland üblich).
Der Landkreis hatte 22.000 Einwohner in insgesamt 70 Ortschaften.
Tolkemit
hatte zuletzt 4000 Einwohner.

Bis zum Ende des 1. Weltkrieges gehörte Tolkemit der Provinz Westpreußen an, danach der Provinz Ostpreußen. Alle Bewohner Tolkemits, mit der Geburt vor 1919 sind daher Westpreußen, die nach 1919 Geborenen können sich Ostpreußen nennen.

Voraussetzungen und Indikatoren für den wirtschaftlichen Aufschwung Tolkemits:
Durch konsequentes Handeln und entsprechenden Ausbau hatte Tolkemit eine gute Verkehrslage auf Straße, Wasser und Schiene geschaffen. Dies war eine hervorragende Voraussetzung für die Ansiedlung bzw. die Erweiterung von Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe.
Eine gute Infrastruktur und die wachsende Finanzstärke förderten den Aufschwung.

Daten und Fakten:
- 1862
Bau eines Hafens für die Frachtschiffahrt. Im Hafen sind 120 Schiffe beheimatet.
In dieser Zeit galt Tolkemit als größter Segelfrachtschiffhafen Europas!

- 1873
Bau einer Chaussee Tolkemit - Elbing

- 1882 Bau einer Chaussee Tolkemit - Neukirchhöhe

- 1899 Eisenbahnanschluß durch die Haffuferbahn Elbing - Tolkemit - Frauenburg - Braunsberg.


Hafenansicht

Bahnhof um 1900

Schiffsbau in Tolkemit

Wodurch entstand die Wirtschaftskraft - wer waren die Leistungsträger?
Es waren:
Schiffahrt - Schiffsbau/Schiffswerften - Fischereiwesen - Landwirtschaft
Handwerksbetriebe - Industrie - Handel - Gastronomie - Fremdenverkehr.

Über die Erwerbstätigkeit der Einwohner Tolkemits nach dem Stand der Statistik aus dem Jahre 1939 mit einer Einwohnerzahl von insgesamt 3700 ergibt sich folgendes:



- Erwerbstätige insgesamt: 3444

Davon:
- Selbständige 758
- mithelfende Fam.-Angeh. 191
- Beamte/Angestellte 190
- Arbeiter 2.305

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