TOLKEMIT

Die Kleine Stadt am Frischen Haff

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Tolkemiter Nachrichten

Tolkemit Damals Teil 1

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Fortsetzung Tolkemit Damals - im Zeitraffer
Teil 3

Gaststätten - Pensionen - Hotel
In Tolkemit gab es 11 Gaststätten, davon 1 Hotel. Teilweise wurden die Gaststätten auch als Pensionen geführt. Im Laufe der Zeit hatte sich ergeben, daß bestimmte Berufsgruppen "ihre Gaststätte" bevorzugten. So die Schiffer - Fischer - Handwerker und Ziegeleiarbeiter.
Für Kirchgänger aus Conradswalde und Neuendorf, die mit Kutschen, im Winter mit Pferdeschlitten kamen, war es wichtig, welche Gaststätten über einen "Ausspann" verfügten.

Das beste Haus am Platze war das Hotel/Gaststätte "Deutsches Haus" am Marktplatz, das auch über eine Tankstelle verfügte. Es war in allen Bevölkerungs-schichten Tolkemits und bei auswärtigen Gästen sehr beliebt. Durch die Zunahme des Fremdenverkehrs nach dem Bau der Haffuferbahn und der Dampferverbindung nach Kahlberg füllte sich auch das Hotel.
Wie auch andere Häuser und das Rathaus am Marktplatz, wurde das "Deutsche Haus" beim Einmarsch der Russen im Januar 1945 angezündet und ein Raub der Flammen.

Die Gaststätten
- Bahnhofsgaststätte,
(Aal an der Decke), Treppenhauer
- Deutsches Haus, Ratsstube,kl. Saal, (Aal an der Decke) Pillukat am Markt
- Ermländischer Hof, von Mach, Frauenburger Straße
- Goldener Löwe, Karnetzki, Elbinger Straße
- Hafenkrug, Ausflugslokal, Haffterrasse, Dossow
- Haffkrug, Fox (Albrecht) Vorderhaken
- Lemke, Gaststätte, Saal/Gartenlokal/Kino, Am Amtsberg
- Lettau, Gaststätte, Ausspann, Herrenstraße
- Neue Welt, Wulf, Gaststätte/Ausspann, Hafenstraße
- Schulz, Gemischtwaren/Trinkstube, Herrenstraße
- Wagner, Gaststätte An der Kirche, Accisenstraße

Industrie

Hier ist insbesondere die Marmeladenfabrik zu nennen, die in der Nähe des Hafens und des Bahnhofes von der Firma "Niedersächsische Marzipan-, Marmeladen- und Konservenfabriken, Engelken Gebrüder & Co", die ihren Hauptsitz in Hamburg hatte, errichtet wurde. Der größte Teil der Fabrikanlagen wurde im Sommer 1940 erstellt, und bereits zu Beginn des Jahres 1941 begann hier die Fabrikation von Marmelade und Konfitüre. Die Rohmassenherstellung von Marzipan, Persipan und Nougat und die Herstellung von Obst- und Gemüsekonserven konnte kriegsbedingt nicht ausgeführt werden. Mit etwa 100 Beschäftigten wurden bis zu 50 Tonnen Marmelade täglich hergestellt. Im Herbst, zur Zeit der Obstanlieferungen, wurden bis zu 200 Personen beschäftigt. Für die heimische Industrie war das Werk von großer Bedeutung, zumal auch Arbeitsplätze für Zulieferer entstanden.

Weitere Betriebe:
- Ziegeleien
- Bierbrauerei
- Kalkbrennereien
- Molkerei
- Sägewerke
- Mühlen

Gesellschaft - Kulturelle Einrichtungen - Sport

Anmerkung:
Ausführliche bebilderte Darstellungen finden Sie auf der Seite
Tolkemit Damals - Gesellschaft/Kultur

Gesellschaft, Kultur, Sport, wurden geprägt durch:
- Gesangvereine
- mehrere Musikkapellen
- Schützenverein
- Laientheater
- Freilchtbühne
- 5 Sportvereine
- Sportpatz
- Tennisplatz
- Parkanlage
- Gilden - Innungen
- Ehrenmal im Erlenwäldchen
- Jugendherberge

Soziales/Gesundheit

Auf diesem Gebiet wurden die folgenden Einrichtungen bzw. Instutionen vorgehalten, die auch von den in den angrenzenden Ortschaften lebenden Menschen genutzt wurden:

- Hospital/Belegkrankenhaus
- Apotheke (erste Apotheke 1832)
- zwei praktische Ärzte (1855 erster Stadtarzt)
- zwei Zahnärzte
- mehrere Hebammen (überwiegend Hausgeburten)
- zwei Kinderärten


Weitere Details auf der Seite Tolkemit Damals - Soziales/Gesundheit.

Schulwesen:

Nachdem 1772 Tolkemit zu Preußen gekommen war, erfolgte 1785 der Bau der ersten Schule, die danach mehrmals erweitert wurde. Es folgte der Neubau der Schule, einer Katholischen Volksschule, an der Frauenburger Straße, die Schule, die wir Tolkemiter bis zuletzt besucht haben und heute noch diesem Zweck dient.
Zu dem von Bürgermeister Schlie geplanten Neubau der Schule mit Turnhalle ist es leilder nicht mehr gekommen.

Unter Leitung des Rektors Döben unterrichteten 6 Lehrerinnen und 14 Lehrer die Schüler In den Wintermonaten wurden für den Unterricht der Schiffer- und Fischerjugend Berufsschulklassen eingerichtet.
Entsprechend begabte Kinder besuchten weiterführende Schulen in Braunsberg und Elbing, die bequem mit der Haffuferbahn zu erreichen waren.
Nähere Ausführungen mit Bildern auf der Seite "Tolkemit Damals - Schulwesen"




Fremdenverkehr:

Durch die guten Verkehrsverbindungen mit der Haffuferbahn, begünstigt durch eine entsprechende Infrastruktur, weitete sich in Tolkemit der Fremdenverkehr zunehmend aus, so daß jährlch Tausende Besucher gezählt wurden.

Anziehungspunkte:
- Die schöne Hügellandschaft am Haff
- eine umfangreiche Gastronomie, Hotels, Pensionen
- Jugendherberge
- Freilichtbühne
- Dampfer-Verbindung Tolkemit-Kahlberg-Tolkemit (besonders von Elbingern genutzt)
- Eissegeln, Segelschlitten-Regatten/Meisterschaften
- mit Schlittschuhen über das Eis nach Kahlberg

Bilder:

Jugendherberge

Freilichtspiele

Hafen - Dampfer "Tolkemit"

Fußballmanschaft

VW Am Markt 1938

Abendstimmung am Hafen

Werbeanzeigen, entnommen aus dem Einwohnerverzeichnis 1934
Elbing Stadt und Landkreis
III. Teil
Einwohner
der Stadt Tolkemit

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