TOLKEMIT

Die Kleine Stadt am Frischen Haff

Tolkemiter Nachrichten

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Tolkemiter Nachrichten
Ausgabe: 33 Weihnachten 2004

Redaktion: Leo Lindner, Rotbergkamp 7 - 21079 Hamburg, T. 040/7637029
Tolkemit im Internet: Unsere Internet-Adresse lautet: www.tolkemit-online.de oder www.tolkemit.com
Hier sind unter "
Aktuelles" die neuesten Informationen über Tolkemit zu finden, die von Helmut Lingner, Vellmar, eingestellt werden.
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Liebe Tolkemiter, liebe Freunde Tolkemits!
Die Tolkemiter Nachrichten berichten wie immer jeweils zum Jahresende -Weihnachtsausgabe - und zum Schlabbertreffen über alles, was es im Zusammenhang mit unserer Heimatstadt Interessantes zu melden gibt. In diesem Jahr kam aus wichtigem Anlaß eine weitere Ausgabe hinzu, und zwar die Ausgabe 32 - Sommer 2004.
Die Ausgabe 32 wurde unter Tolkemiter Nachrichten bereits im Internet veröffentlicht.

Betrachtungen zur Zeit
Bevor ich diesen Brief zum Jahresende an die Tolkemiter schreibe, mache ich mir rechtzeitig Gedanken, was es denn wohl Neues zu berichten gibt. In diesem Jahr stellte ich bei diesen Betrachtungen mit Bestürzung fest, daß schon wieder ein Jahr vergangen ist. Als ich zu meinem Geburtstag Ende Oktober Post erhielt und auch Freunde auf den Zustand hinwiesen, begann ich darüber nachzudenken. Ist eventuell an der These "je älter man wird, um so schneller vergeht die Zeit" etwas dran? Alles das ist doch nur eine Täuschung?! Zeit ist Zeit. Es gibt keine längere oder gar kürzere Zeit. Abschließend bleibt nur festzustellen, daß es sich um einen Streich unseres Bewußtseins handelt. Wenn die Zeit vermeintlich doch zu schnell läuft, hier meine Empfehlung: Für jeden Tag sich viel vornehmen und voll genießen und am Abend überrascht sein, was man alles erlebt und geschafft hat.

Was brachte uns 2004?
Zuerst möchte ich allen danken, die mir geschrieben haben, als sie im letzten Jahr im Dezember ein Tolkemit-Jahreskalender erreichte. Die Kalender und die zugefügten Farbdrucke mit den Bildern nach Motiven von Edwin Littgemann aus Neukrug sind überall mit Begeisterung aufgenommen worden. Sie sind eine schöne dauerhalfte Erinnerung an unsere Heimatstadt.
Im gesamten Jahr gab es eine Reihe von Veranstaltungen, die den Zusammenhalt der Tolkemiter deutlich machten. Die meisten Tolkemiter erschienen zum 31. Schlabbertreffen am 24. April in Pattensen. Die Teilnehmer kamen wie immer aus ganz Deutschland und erlebten einen tollen Tag zusammen mit Freunden aus der Heimat. Es folgte das regionale Treffen der Tolkemiter am 15. Mai in Kaldenkirchen mit Gottesdienst und anschließendem gemütlichen Beisammensein, ebenfalls mit guter Beteiligung. Es gab weitere Begegnungen wie die Wallfahrt nach Kevelaer und das Adventtreffen am 28. November in Lobberich.

Erinnerungen an Weihnachten vor 60 Jahren
Allen noch lebenden Tolkemitern wird das Weihnachtsfest 1944 noch in deutlicher Erinnerung sein. Wir wohnten in einer Oase, die der Krieg bis dahin verschont hatte. Zwar litten wir unter den Bedingungen, die das sechste Kriegsjahr mit sich brachte, aber wir waren von direkten Einwirkungen verschont geblieben. Die Last des Krieges wurde uns aber allzu deutlich, wenn ein Tolkemiter an einer der vielen Fronten als Soldat sein Leben verloren hatte. Im Verlauf des Krieges gehörte das in immer kürzeren Abständen zum Leben in der Stadt. Die Trauer um diese meist jungen Männer war groß. Mancher, der an den sogenannten "Endsieg" geglaubt hatte, fing an, daran zu zweifeln.
Es war ein Weihnachtsfest, welches unter der Last des Krieges litt. In der Stadt war es ruhig, denn es fehlten die Väter und Söhne. Man feierte zusammen mit den älteren Männern und Frauen, den Müttern und den Kindern das Fest des Friedens. Die Front stand schon an den Grenzen von Ostpreußen. Niemand glaubte daran, das es das letzte Weihnachtsfest in dem von uns allen geliebten Heimatstädtchen Tolkemit in der häuslichen Umgebung sein würde. Keiner dachte zu diesem Zeitpunkt an Flucht, an die unmenschlichen Bedingungen, als die Russen kamen, an die Pein und Not der in der Stadt gebliebenen Menschen, an die Verschleppung, an die Vertreibung, an das schonungslose Elend, das uns widerfahren ist. Für alle, die mit dem Leben davon kamen, war oft der Leidensweg noch nicht zu Ende. Jahre von Entbehrungen, Demütigungen und Hunger folgten.
Wir Tolkemiter sind, wie Millionen Mensch, aus dem Osten von Deutschland durch das Inferno zum Ende des Krieges und der Vertreibung aus der Heimat gegangen. Unser Schicksal haben wir, wenigstens in Teilen, in einem Buch beschrieben. Wir wurden "wie vom Winde verweht" in alle Teile Deutschlands getragen und haben neue Wurzeln geschlagen. Der Glaube an Tolkemit, die Stätte unserer Geburt, wird aber für immer in unseren Herzen verbleiben. Obwohl wir seit 1944 schon viele Weihnachstfeste gefeiert haben, sollte das Weihnachtsfest 2004 einen besonderen Stellenwert erhalten. Nach nunmehr 60 Jahen soll es uns im Rückblick an eine glückliche Zeit in der Heimat erinnern.

Meine Heimat
aus dem Gedicht von Gertrud von der Brinken

Meine Heimat könnt ihr nicht entreißen,
denn sie wuchs so ganz in mich hinein,
sang und segnete in ihrer weißen
Winterschwermut meine Seele ein.

Heimat ist nicht Hülle und Gewandung,
die man wechselt, die ein Wind zerstört,
Heimat ist ein Schicksal, Grund und Landung,
was uns tiefst und ohne Tod gehört.

In eigener Sache
Vor 22 Jahren habe ich ganz intensiv mit der Arbeit für Tolkemit, meiner Heimatstadt, begonnen. Auslöser war das bekannte Foto vom Kindergarten "Sonnenschein" mit Kindern der Jahrgänge 1927 bis 1929 mit Probst Austen und der Katharinenschwester Vita. Aus dem Gedanken, ein Treffen "Junger Tolkemiter" mit den genannten Jahrgängen zu organisieren, entstanden die großartigen Treffen in Bad Oeynhausen in den Jahren 1986 bis 1996 mit der Abschlußfeier anläßlich des 700. Stadtjubiläums von Tolkemit. Vor 15 Jahren übernahm ich zusammen mit Reinhold Albrecht die Veranstaltung "Schlabbertreffen". In den vergangenen 8 Jahren gelang es mir, unter Mitwirkung einiger Tolkemiter die Bücher: "700 Jahre Tolkemit", "Das Schicksal nahm seinen Lauf" und "Geschichte und Geschichten aus Tolkemit" herauszugeben. Damit ist die Grundlage geschaffen, vieles aus dem alten Tolkemit in die Gegenwart und die Zukunft zu übertragen. Ab dem neuen Jahr werde ich in der Tolkemitarbeit kürzer treten. Das 32. Schlabbertreffen wird das letzte Treffen sein. Meine Briefe zum Jahresende werden sich auf den Kreis von Tolkemitern beschränken, der in den letzten Jahren mit Interesse und Gedanken zur Tolkemitarbeit gestanden hat. Alle Mitteilungen über Tolkemit bitten wir dem Internet zu entnehmen. Die ELBINGER NACHRICHTEN und die ERMLAND-BRIEFE werde ich weiterhin mit den Daten zur Veröffentlichung bedienen.
Vielen Dank sage ich allen Tolkemitern, die mich in dem Bestreben, unsere Heimatstadt gebührend darzustellen, über lange Zeit unterstützt haben.

Freundliche Grüße an alle Tolkemiter senden wir in alter Verbundenheit

gez. Gretel und Leo Lindner

Anmerkungen der Internet-Redaktion: von Helmut Lingner
Mit Bedauern stellen wir fest, daß unser langjährige Sprecher und Initiator unserer Stadtgemeinschaft Leo Lindner einen Teil seiner Aktivitäten, nämlich die Organisation der Schlabbertreffen, ab dem Jahre 2006 einstellt. Wir haben dafür Verständnis, daß er mit zunehmenden Alter seine Kräfte einteilen muß und freuen uns, daß er uns als "Anlaufstelle" auch weiterhin erhalten bleibt, das Tolkemiter Gedankengut in seinen Beständen pflegt und uns mit seinen Briefen über Wissenswertes, ob aktuell oder aus der Vergangenheit über unsere Heimatstadt Tolkemit informieren wird.
Über die bekannte Interseite werde ich auch in Zukunft alles veröffentlichen, was zum Thema "Tolkemit" interessant ist.
Im Namen aller Tokemiter danke ich Leo Lindner für den enormen Einsatz in den vielen Jahren. Es ist ihm in hervorragender Weise gelungen, den Zusammenhalt der "alten" Tolkemiter zu fördern, neue Freunde Tolkemits hinzuzugewinnen und unsere geliebte Heimatstadt eindrucksvoll zu repräsentieren . Unser Dank gilt auch seinr lieben Frau Gretel, die ihn in seiner Arbeit unterstützt hat und sicherlich auch weiterhin unterstützen wird.

Kann das Schlabbertreffen in Pattensen über 2005 hinaus weiterhin stattfinden?
Sicherlich werden es viele Tolkemiter vermissen, wenn ab 2006 das Schlabbertreffen in Pattensen nicht mehr durchgeführt wird.
Deshalb rufe ich die aktiven Tolkemiter, besonders die im norddeutschen Raum ansässig sind, dazu auf, Möglichkeiten zur Fortsetzung eines jährlichen Treffens - in Pattensen oder ähnlich - in die Hand zu nehmen. Es dürfte auch die jüngere Generation sein, auch unsere Enkel, die sich mit ihren Wurzeln in Tolkemit verbunden fühlen. Die Unterstützung der erfahrenen Tolkemiter wäre ihnen sicher.
Interessenten oder auch Hinweise auf mögliche Kandidaten bitte bei mir melden: Forstbreite 4 - 34246 Velllmar Tel. 0561-822742 oder per e-mail - Lingner-Vellmar@t-online.de oder über Tel. 0561/822742.

Reisen nach Tolkemit
Da es in diesem Jahr keine organisierten Busfahrten nach Tolkemit gegeben hat, waren einige Tolkemiter wieder auf eigene Faust unterwegs. Oft geschieht dies ohne Kenntnis der Ortslage und der Verhältnisse.
Im Jahre 2005 wird ein Bus von Kempen aus vom 16. bis 28. Juni in die Heimat mit Übernachtung in Frauenburg fahren. Diese Reise wird von Helma Schmitz, Nettetal, organisiert und begleitet.

Ein weiterer Bus, der von mir geführt wird, fährt vom 11. - 21. Juni 2005, Route über Hamburg, Berlin, Posen, Thorn, Sensburg (3 Übernachtungen), Masurenrundfahrt/Schiffahrt, Elbing (5 Übernachtungen) mit Danzig, Kahlberg, Frauenburg, Tolkemit. Anmeldungen bitte bei Leo Lindner, Rotbergkamp 7, 21079 Hamburg, Tel. 040-7637029. Nähere Infos demnächst unter "Reisen nach Tolkemit.

50. Ordensjubiläum
Am 19. Oktober war ein besonderer Ehrentag für unsere Tolkemiter Katharinen-Schwester Rolanda (Margarete Trautmann). Von Lobberich aus hatten sich 30 Tolkemiter mit dem Bus auf den Weg gemacht, um diesen Ehrentag zusammen mit Rolanda und den Schwestern des Ordens in Xanten, ihrer Wirkungsstätte, zu feiern. Da sich noch weitere Geschwister und Verwandte dazu gesellten, waren insgesamt 40 Landsleute anwesend. Im feierlichen Rahmen erfolgte eine Messe mit Chorgesang und anschließendem (Sekt)-Frühstück. Es gab viel zwischen den Gästen zu erzählen und bald nahm man an einer ebenfalls festlich geschmückten Tafel zum Mittagessen platz. In guter Laune befanden sich nicht nur die Jubilarin, sondern auch die Tolkemiter auf der Rückfahrt nach Lobberich. Zu vermerken ist noch, daß sich unter den Gästen auch Schester Landelina Kredig, die letzte Schwester aus dem Kreis der Katherinen im alten Tolkemiter Krankenhaus befand. Da gab es natürlich vieles zu bereden.
Liebe Rolanda, alles Gute für die kommenden Jahre.

Nachtrag zu den "Tolkemiter Nachrichten" vom Vorjahr
Da ging es zuerst um einen Kutter, der in Travemünde lag und den Namen "Tolkemit" trug. Bald meldete sich ein Lübecker, der den Besitzer kannte, der auf den Namen nur gekommen war, weil der Kutter von Modersitzki gebaut worden ist. Der Kutterbesitzer wurde mit allem Wissenswerten über Tolkemit von mir ausgerüstet und schippert nun weiter auf der Ostsee mit klarer Identität.
Das im letzten Jahr abgebildete Kreuz und der Absender des Textes konnte ebenfalls gefunden werden. Bei Schriftvergleichen mit meinen Unterlagen stellte ich fest, daß es sich um Frau Dombrowski-Patschke handelte. Frau Dombrowski war Lehrerin auch in Tolkemit und ist durch die Veröffentlichung ihrer Beiträge in den Tolkemit-Büchern bekannt.
Über die schweigende "Adalbert-Glocke" im Turm der Pfarrkirche in Tolkemit habe ich Kontakt mit dem Pfarrer aufgenommen. Eine Aufstellung auf dem Kirchplatz will er jedoch nicht vornehmen. Er möchte aus der alten eine neue (Friedens)-Glocke gießen lassen.

Sporthalle ist fertig
Auf das, worauf wir schon als Kinder zu unserer Zeit gewartet haben, ist nun für die Jungen und Mädchen in Tolkemit in Erfüllung gegangen. Sie erhielten im letzten Jahr eine Sporthalle, die sich links neben der Schule befindet. Auch der Raum hinter der Halle wurde inzwischen als Gartenanlage hergerichtet.

Was tut der Pfarrer in Tolkemit?
Diese Frage stellte ich im letzten Jahr und führte einen Katalog von Arbeiten auf, die man sich in Tolkmit vorgenommen hatte. Einige wichtige Vorhaben sind schon ausgeführt bzw. in Vorbereitung. Der Pfarrer hat mit der Erweiterung und dem Ausbau des Friedhofs eine große Aufgabe zu erfüllen. Der Friedhof soll auch bessere Wege, Einfriedungen und einen Parkplatz erhalten. Zum Friedhof und zur Schule kann man von der Frauenburger Straße nur als Fußgänger gelangen. Die Brücke an der Schule ist für Autos schon seit Monaten gesperrt. Reparatur?

Tolkemit bei Kaffee HAG
Es ist erstaunlich, welche Raritäten noch 60 Jahre nach Kriegsende das Licht der Welt erblicken. Aus einem alten Album mit "Sammel-Stadtwappen" erhielt ich von erner Dame aus München das abgebildete Wappen von Tolkemit mit einer Beschreibung auf der Rückseite. Wann die Ausgabe dieser Kostbarkeit erfolgte, kann man nicht genau feststellen. Denkbar wäre der Zeitraum etwa 1925/1930.

Haffuferbahn lebt noch
Die letzte Meldung in Sachen Haffuferbahn lautet: Die Bahnlinie wird trotz aller Ankündigungen doch noch befahren. Da das Fahrgastaufkommen sehr gering ist, verkehrt jetzt statt einer Lok mit mehreren Waggons ein neuer Schienenbus. Die Gleise werden auch noch für einen Nostalgie-Zug gebraucht, der von Deutschland aus fährt und die Strecke von Braunsberg über Frauenburg (Dombesichtigung) und Tolkemit nach Elbing fährt.

Auch in Tolkemit klirrten die Tassen im Schrank
Ende September erhielt ich die Nachricht von einem Erdbeben im Samland, das in Tolkemit die Tassen in den Schränken klirren ließ. Auch die EN berichteten darüber in ihrer November-Ausgabe. Zuerst konnte ich es nicht so recht glauben. Aber wie ich von alten Tolkemitern erfahren habe, gab es schon früher ein Beben, wie es die Mütter erzählt haben. Da es keine bemerkenswerten Schäden gab, wird diese Begebenheit wohl bald vergessen sein.

Abendmahlbild
Ungeklärt ist immer noch eine Anfrage von Kirstin Graw geb. Liedtke aus Osterby, die sich auf ein Ölbild bezieht. Es ist ein Abendmahlbild, das sie im Haus ihrer Groß-Urgroßeltern in Tolkemit, Elbinger Straße 23, von einer polnischen Familie erhielt. Die Beschrifung des Bildes lautet: "Paul Wohlgemuth hat die Hl. Communion empfangen in der Pfarrkirche in Tolkemit, den 11. Juli 1926. Unterschrift Gurski? Kaplan". Wer kann etwas über Paul Wohlgemuth sagen?

Tolkemit-Anker in Lüneburg
Anläßlich meines letzten Besuches im Ostpreußischen Landesmuseum (OL) in Lüneburg sah ich auf einem Rundgang eine Ausstellungsszene, die sich auf Schiffe und die Haffs bezog. Zu meiner Überraschung stand dort ein Stock-Anker mit dem Hinweisschild "Aus Tolkemit am Frischen Haff".

Sind wir Tolkemiter gut vertreten?
Imbiß beim Museumsmarkt OL am 6. November. An unserem Tisch saß Herr Henning (Hersteller von Königsberger Marzipan und Konditor aus Elbing). Er stellte mit Verwunderung fest, daß die Tolkemiter sowohl in den EN als auch im EB von der Anzahl der dort veröffentlichten Geburtstage her die Szene beherrschen und fragte, wer dafür verantwortlich zeichnet. Es war natürlich eine leichte Übung, Herrn Henning über die Umstände aufzuklären.

Ostpreußen-Halle
Paul Baumgart aus Neukrug ist vielen Tolkemitern ein Begriff. Er erlernte in Tolkemit bei Modersitzki den Beruf des Schiffsbauers und war während der Lehrzeit bei Döring, Vorderhaken, in Logis. Paul hat seine Verbundenheit zu Tolkemit immer unter Beweis gestellt und an unseren Treffen teilgenommen. In Bremerhaven hat Paul Baumgart einen großen Tischlereibetrieb aufgebaut, den er schon vor Jahren an seinen Sohn übergeben hat. Anläßlich seines 78. Geburtstages wurde nun eine große Montagehalle des Betriebes auf den Namen "Ostpreußen-Halle" getauft. Der Festakt fand zusammen mit den Vorstandsmitgliedern der Landsmanschaft der Ost- und Westpreußen in Bremerhaven statt. Für sein Engagement wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

32. Tolkemiter Schlabbertreffen
Am Sonnabend, 23. April 2005, findet zum letzten Mal in Pattensen bei Winsen/Luhe von 11 bis 18 Uhr bei Post-Maack das Schabbertreffen statt.
Programm: Gemeinsames Mittagessen, anschließend "schlabbern" Kaffeetrinken, Tombola und Einlagen.
Zu erreichen mit dem Auto über A 7 Abfahrt Thieshope oder A 259 Abfahrt Winsen/West. Mit der Bahn Winsen/Luhe, weiter mit Taxi nach Pattensen. Übernachtung "Vossbur", Tangendorf T. 04173-513600.
Rückfragen bei: Leo Lindner, Rotbergkamp 7, 21079 Hamburg - Tel. 040-7637029.

Wir gedenken unserer Toten

Weiß Helene geb. Lingner, Frauenburger Str. , 92 J. Stagnet Rosa geb. Goldau, Hinterhaken, 88 J. Carolus Frieda geb. Klatt, Pappelzeile 1, 81 J. Schönhardt Margarete geb. Merten, Memeler Str. 12, 79 J. Wilm Maria geb. Rehberg, Elbinger Str. 24, 84 J. Mols Gertrud geb Stresau, Hinterhaken, 73 J.
Kuck Leo, Machandelsteig 2, 80 J. Funk Rosa, Reiferbahn, 76 J. Stüven Doris geb. Follert, Reiferbahn, 62 J. Kolberg Johannes, An der Kirche, 82 J. Liedtke Joachim-Albrecht, Elbinger Str.,
68 J. Kass Magdalene geb. Schart, Vorderhaken 18, 69 J. Trautmann Leo, Am Turm 6, 80 J. Ellerwald Helen geb. Kern, Neukirch-Höher-Str. 30, 91 J. Schulz Frieda geb. Göring, Hinterhaken,
87 J. Hoppe Elisabeth, Turmstr. 9, 93 J. Kossin Franz, Neukirch-Höher-Str. 16, 73 J. Gande Manfred, 53 j. Laws Hans, Hinterhaken, 80 J. Kienast Franz, Pappelzeile 1, 73 J. Mannek Anni geb. Czujak, Frauenburger Str. 12, 75 J. Albrecht Reinhold, Herrenstr. 10, 79 J. Breitkopf Irmgard geb. Iffländer, Herrenstr. 7, 67 J. Gehrmann Helmut, Accisenstr. 14, 84 J. Harwardt Grete, Am Mühlenbach 5, 80 J. Iffländer Gerhard Reiferbahn 2, 65 J. Wagner Hermann, 84 J. Conradt Hermann, Hinterhaken 92,
80 J. Koskowski Gerd, 64 J. Mehrmann Anton, 77 J. Schröter Leo, Neuendorf KD, 80 J.

Nachruf
Reinhold Albrecht verstarb mit 79 Jahren

Am 27. August 2004 starb in Hamburg im Alter von 79 Jahren Reinhold Albrecht. Er gehörte zu der in Tolkemit bekannten Familie "Mehl-Albrecht" in der Herrenstraße. Reinhold Albrecht besuchte in Elbing die Mittelschule in der Burgstraße und gehörte zu der Schar von Jugendlichen, die den sogenannten "Kinderzug" der HUB jeweils zweimal am Tag von Tolkemit nach Elbing und umgekehrt bevölkerten und die für ihr lebhaftes Treiben bekannt waren.
Nach dem Abschluß der Schule begann er eine Verwaltungslaufbahn beim Finanzamt Elbing. Die Ausbildung wurde durch die Einberufung zur Wehrmacht unterbrochen. Sein letzter großer Einsatz in seiner Einheit bestand in der Verteidigung seiner Heimatgebiete, was leider erfolglos war.
Nach dem Kriegsende kam er nach Hamburg und war bis zur Pensionierung als Kaufmann tätig. Er heiratete Leni Sakrowski, deren Vater der bekannte Nagelschmid war, eine Jugendfreundin aus Tolkemit, die erst nach vielen Jahren der Verschleppung aus Rußland nach Deutschland zurückkehrte.
Von 1973 an war er mit den Tolkemitern auf Heimatfahrt und hat zusammen mit seiner Frau Leni fast alle Reisen mitgemacht.
Er war leidenschaftlicher Sportler. In seiner Jugend gehörte er zur Kreisauswahl Elbing im Fußball. Als Erwachsener erbrachte er bis ins hohe Alter in jedem Jahr die Leistungen für das Bundessportabzeichen.
Reinhold Albrecht war Tolkemiter mit Herz und Seele. Sobald er gerufen wurde, stellte er sich für Aufgaben zur Verfügung. In den letzten 15 Jahren war er Mitorganisator der "Schlabbertreffen". Unter schwerer Krankheit leidend konnte er noch im April zusammen mit den Tolkemitern an seinem letzten Schlabbertreffen teilnehmen. Die Tolkemiter werden Reinhold Albrecht sehr vermissen.

Leo Lindner

Allen Tolkemitern und Freunden Tolkemits wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches und friedvolles neues Jahr.

Helmut Lingner

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